Das Goldene Hitler-Jugend-Ehrenzeichen

Das Goldene Hitler-Jugend-Ehrenzeichen

Gestiftet am  23. Juni 1934 durch Baldur von Schirach mit Genehmigung des Führers.

 

Die Verleihungsbestimmung :¹²

Am 30. Juni 1934 gab der Stabsführer der Reichsjugendführung bekannt, dass “die bis zum Tage des Reichsjugendtages (Oktober 1932) in der Hitler-Jugend, im Deutschen Jungvolk und im Bund Deutscher Mädel befindlichen Mitglieder besondere Abzeichen der Alten Garde in der Hitler-Jugend vom Reichsjugendführer verliehen” erhalten sollten.

Am 18. August 1934 schuf der Reichsjugendführer Baldur von Schirach das HJ-Ehrenzeichen. Dieses sollte verliehen werden an “Junggenossen, die vor dem 2. Oktober 1932 HJ., DJ., NSS., BDM. angehörten und heute noch Mitglied der HJ oder NSDAP sind.” Verleihungsberechtigt waren  also “Jungen und Mädel, welche vor dem 2. Oktober 1932 (erster Reichsjugendtag in Potsdam) in der Hitler-Jugend, dem Deutschen Jungvolk, dem Bund Deutscher Mädel, den Jung-Mädel und dem NS.-Schülerbund aktiv tätig waren… und noch tätig sind.
Die Verleihungsanträge für das Abzeichen mussten im sogenannten Altreich bis zum 20. April 1939 gestellt werden, während für Anträge aus dem ehemaligen Österreich und von volksdeutschen Jugendlichen bis 1943 möglich waren. Im Februar 1943 wurde die Bearbeitung von Anträgen mit sofortiger Wirkung eingestellt.

Angehörige des Reichsarbeitsdienstes und der Wehrmacht waren gleichfalls zur Antragsstellung berechtigt, wenn die genannten Voraussetzungen bis zur Einberufung in den Reichsarbeitsdienst und die Wehrmacht zutrafen. Das Recht zum Tragen des Goldenen Hitler-Jugend-Abzeichen erlischt mit dem Ausscheiden aus der NSDAP und ihren Gliederungen. Auch kann der Reichsjugendführer die Berechtigung zum Tragen wegen Unwürdigkeit auf Zeit oder für immer aberkennen.

Im übrigen ist das Abzeichen auch “ehrenhalber” an andere Persönlichkeiten verliehen worden, so z.B. an den Reichsverkehrsminister Dr. Dorpmüller und den Reichsfinanzminister Graf Schwerin-Krosigk im Jahre 1941 “für den besonderen Einsatz beider Reichsminister bei der Durchführung der erweiterten Kinderlandverschickung.” In solchen Fällen wurde das Ehrenzeichen mit dem goldenem Eichenlaubkranz verliehen.

Zum Abzeichen gab es eine Besitzurkunde mit Verleihungsnummer (die auch auf der Rückseite des Abzeichen selbst vorhanden ist).

 

Trageverordnung :²

Angesteckt an der linken Brustseite.

 

Verleihungszahlen :³

Es wurden insgesamt mehr als 13.170 Ehrenzeichen verliehen. Allerdings lag mir persönlich schon eins mit Verleihungsnummer aus dem Bereich 78.xxx vor.
Nach “Littlejohn und Dodkins” sollen vom goldenen Ehrenzeichen mit Eichenlaubkranz nur etwa 250 Stück verliehen worden sein.

 

Quellen :

  • Dr. Heinrich Doehle : Die Auszeichnungen des grossdeutschen Reichs. Orden, Ehrenzeichen, Abzeichen , Verlag K.D. Patzwall – Norderstedt 2000, (ISBN 3-931533-43-3¹

  • Kurt-Gerhard Klietmann : Deutsche Auszeichnungen 2. Band, Verlag “Die Ordens-Sammlung” Berlin ²

  • Littlejohn & Dodkins “Orders & Decorations, Medals and badges of the third Reich” (ISBN 978-0912138015) ³
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