Das Fallschirmschützenabzeichen der Luftwaffe

Das Fallschirmschützenabzeichen der Luftwaffe

Gestiftet am  5. November 1936 durch den Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Reichsmarschall Hermann Göring.

 

Stiftungverordnung :¹

[…] für aktive Soldaten und Reservepersonal (Soldaten) bei entsprechender Bewährung und nach erfolgreichem Abschluß eines Fallschirmschützenlehrgangs […]

 

 

Die Verleihungsbestimmung :¹²

Das Fallschirmschützenabzeichen wird als Tätigkeitsabzeichen von den Angehörigen der Fallschirmtruppenteile und von den Lehrern bei der Fallschirmschule getragen. Die Berechtigung zum Tragen des Abzeichens ist alljährlich nach Ablauf von 12 Monaten zu überprüfen. Das Weitertragen ist abhängig von der Durchführung von mindestens 6 Fallschirmsprüngen beliebiger Art im Laufe des vergangenen Jahres. Bei Nichterfüllung dieser Bedingungen ist das Abzeichen abzulegen.

(Diese Voraussetzungen wurden mit dem Erlaß vom 15.12.1937 etwas eingeschränkt.)

Der Beliehene erhält eine Besitzurkunde.

 

Die Richtlinien vom 2.5.1944 sahen vor : Fallschirmschützenabzeichen werden verliehen an aktive Soldaten, Soldaten des Beurlaubtenstandes, Soldaten des Sanitätspersonals, Beamte, Angehörige des Ingeneurkorps usw., die auf einer sogenannten Springerplanstelle stehen.

Die Verleihung erfolgt im Auftrag des Reichsministers der Luftfahrt und Oberbefehlshabers der Luftwaffe durch den Chef des Luftwaffenpersonalamts.

 

Trageverordnung :¹³

Das Fallschirmschützenabzeichen darf wie die übrigen militärischen Fliegerabzeichen nur zur Uniform der Wehrmacht getragen werden. Das Fallschirmschützenabzeichen wird am Tuchrock (Sommerrock) auf der Mitte der linken Brustseite, an der Fliegerbluse und Jacke des Abendgesellschaftsanzuges in entsprechender Höhe getragen. Bei Orden (EK (Eisernes Kreuz) 1   usw.) unter diesen.

Das Fallschirmschützenabzeichen kann neben den Kriegsflieger- und Nachkriegsfliegerabzeichen getragen werden; es ist dann rechts von den Nachkriegsfliegerabzeichen und links von den Kriegsfliegerabzeichen) anzubringen. Das Anlegen zur bürgerlichen Kleidung, auch in verkleinerter Form ist verboten. (Ausnahme: Fliegererinnerungsabzeichen).

Am folgenden Beweisfoto (Wehrmachts-Führerschein vom 27.7.1943) wird deutlich, dass nicht immer Verbote beachtet wurden.

Deutlich ist an unterster Stelle die Miniatur zum Fallschirmschützenabzeichen zu erkennen.

Seit dem 29.9.1943 durfte das Fallschirmschützenabzeichen auch zur Uniform der NSDAP und ihrer Gliederungen getragen werden.

 

Interessantes und Wissenswertes :¹

Die Verleihung des Abzeichens begann mit dem 15.12.1936.

 

Bekannte Hersteller :

Eine Liste der bislang bekannten Hersteller findet ihr hier -> Fallschirmschützenabzeichen

 

Quellen :

  • Kurt-Gerhard Klietmann : Deutsche Auszeichnungen 2. Band, Verlag “Die Ordens-Sammlung” Berlin ¹

  • Dr. Heinrich Doehle : Die Auszeichnungen des grossdeutschen Reichs. Orden, Ehrenzeichen, Abzeichen , Verlag K.D. Patzwall – Norderstedt 2000, (ISBN 3-931533-43-3) ²

  • Privatsammlung ³

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