Fliegerschützenabzeichen

Der Fliegerschützenabzeichen

für Bordfunker, Bordmechaniker und Bordschützen

 

Gestiftet am  26. März 1936 durch den Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe Reichsmarschall Hermann Göring.

 

 

Die Verleihungsbestimmung :¹²

Das Fliegerschützenabzeichen  konnte unter denselben Bedingungen verliehen werden, wie die des Luftwaffen-Beobachterabzeichens.
Die Verleihung erfolgte im Auftrag des Reichsministers der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe durch den Chef des Luftwaffenpersonalamts.

Am 22. Juni 1942 bestimmte der Reichsminister der Luftwaffe und Oberbefehlshaber der Luftwaffe Hermann Göring, daß künftig nur noch Bordfunker das Abzeichen mit Blitzbündel erhalten sollten, während künftig Bordmechaniker und Bordschützen das Abzeichen ohne Blitzbündel verliehen erhielten.

Da ein Umtausch der schon verausgabten Abzeichen nicht erfolgen sollte, waren die Blitzbündel ggf. von der Truppe selbst zu entfernen, so wie bei dem oben abgebildeten Stück.

Am 25. April 1944 gab es folgenden Erlaß;
Soldaten, die ohne abgeschlossene Bordschützenausbildung, d.h. ohne im Besitz eines gültigen Luftwaffenscheines Zusatz”mit Bordschützenausbildung” oder eines Luftwaffenbordschützenscheines zu sein, fallweise als fliegendes Personal eingesetzt und mit der Ausübung besonderer Funktionen im Flugzeug während des Fluges betraut werden, kann das Luftwaffen-Fliegerschützenabzeichen OHNE Blitzbündel mit schwarzem Kranz verliehen werden, wenn sie sich auf mindestens 10 Feind- bzw. Frontflügen als solche bewährt haben. Es zählen nur Feind- bzw. Frontflüge im Sinne der Wertungsbestimmungen für die Frontflugspange, die auf Grund eines ausdrücklichen Einsatzbefehls von seiten des zuständigen Disziplinarvorgesetzten geflogen wurden.
Bei Verwundung auf Feindflug usw. ist die Verleihung bereits innerhalb dieser 10 Feind- bzw. Frontflüge möglich.

Meteorologen und Inspektoren des Wetterdienstes, die in den Operations- oder in den besetzten Gebieten bei Wetterflugstellen planmäßig eingesetzt sind und als Besatzungsmitglieder von Wetterflugzeugen ständig im Wetterflugdienst Verwendung finden, kann das Luftwaffen-Fliegerschützenabzeichen verliehen werden, wenn sie

  1. einen gültigen Luftwaffen-Bordschützenschein besitzen,
  2. Angehörige des Beurlaubtenstandes der Wehrmacht sind und
  3. an mindestens 30, an verschiedenen Tagen durchgeführten Wetteraufstiegsflügen teilgenommen haben.

Der Beliehene erhält ein Besitzzeugnis.

Das Abzeichen aus Metall wurde in einem extra dafür vorgesehenen Etui verliehen :Das Abzeichen aus Metall wurde in einem extra dafür vorgesehenen Etui verliehen :

 

 

Bordmechanikerschein und Trägerfoto :³

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Trageverordnung :²

Zur Uniform auf der linken Brustseite, ggf. unter dem Eisernen Kreuz 1. Klasse, wie auf dem obigen Trägerfoto gut zu erkennen ist.

 

Bekannte Hersteller :

Eine Liste der bislang bekannten Hersteller findet ihr hier -> Fliegerschützenabzeichen

 

Quellen :

  • Dr. Heinrich Doehle : Die Auszeichnungen des grossdeutschen Reichs. Orden, Ehrenzeichen, Abzeichen , Verlag K.D. Patzwall – Norderstedt 2000, (ISBN 3-931533-43-3) ¹
  • Kurt-Gerhard Klietmann : Deutsche Auszeichnungen 2. Band, Verlag “Die Ordens-Sammlung” Berlin ²

  • Privatsammlung ³
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