Infanterie Sturmabzeichen

Das Infanterie Sturmabzeichen

Gestiftet am  20. Dezember 1939 durch den Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchitsch
“als sichtbares Zeichen der Anerkennung des im Sturmangriff bewährten Infanteristen,
zugleich als Ansporn zu höchster Pflichterfüllung.”

 

Die Verleihungsbestimmung :¹²³⁴

1. Das Infanterie-Sturmabzeichen (in Silber) kann an Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften der Schützenkompanien nicht motorisierter Infanteriedivisionen und der Gebirgsjägerkompanien
verliehen werden, die ab 1. 1. 1940

a) an 3 Sturmangriffen,
b) in vorderster Linie,
c) mit der Waffe in der Hand einbrechend,
d) an 3 verschiedenen Kampftagen.

Erfolgreiche gewaltsame Erkundungen, Gegenstöße und Gegenangriffe sind als Sturmangriff zu werten, sofern sie zum Nahkampf geführt haben.
Der persönliche Einsatz bei der Erledigung feindlicher Kampfwagen im Nahkampf mit Nahkampfwaffen oder Nahkampfmitteln gilt gleichfalls als Sturmangriff.
Eine Anerkennung von Sturmangriffen für die Zeit vom 1.1.1940 bis 31.5.1940 erfolgt nur für die Angehörigen der früheren Schützenkompanien nichtmotorisierter
Infanteriedivisionen und Gebirgs-Jägerkompanien.

Für Sanitätsoffiziere, Sanitätsunteroffiziere und Sanitätsmannschaften gilt die obige Bedingung unter Buchstabe c) mit der Waffe in der Hand einbrechend – als erfüllt,
wenn sie, unter gleichen Kampfbedingungen wie die stürmende Infanterie, im Nahkampfraum Verwundete versorgen und bergen.

In der Regel werden Bedienungen von M.G., I.G., Granatwerfern, Pak der Gren.- usw. Regimenter durch die Wirkung ihrer schweren Waffen den Einbruch vorbereiten
und daher die Bestimmungen für den Erwerb des Infanteriesturmabzeichens “mit der Waffe in der Hand einbrechend” und “in vorderster Linie” nicht erfüllen.
In besonderen Fällen kann jedoch auch an diese Soldaten das Infanteriesturmabzeichen verliehen werden, wenn sie, im “Nahkampfraum” mit ihren Waffen
eingesetzt, unter den gleichen Kampfbedingungen kämpfen wie die in den Feind einbrechenden Schützen.

2. Das Infanterie-Sturmabzeichen wird auf der linken Brustseite wie die Waffenabzeichen gem. H. A. O. (H. Dv. 122) Abschnitt B Nr. 28, Trageweise Abs. B in und außer Dienst getragen.

3. Das Infanterie-Sturmabzeichen besteht aus einem Gewehr mit aufgepflanztem Seitengewehr, das von einem ovalen Eichenlaubkranz umgeben ist, der auf dem oberen Teil das
Hoheitszeichen der Wehrmacht trägt.

4. Die Verleihung erfolgt durch den Regimentskommandeur bzw. Kommandeur eines selbstständigen Bataillons usw. der Feldtruppe, bei Heeres-, Armee- oder
Korpstruppen durch den taktischen Vorgesetzten mit den Befugnissen mindestens des Kommandeurs eines selbstständigen Bataillons usw.
Werden die Bedingungen des Infanterie-Sturmabzeichens von Kommandeuren vom Regimentskommandeur an aufwärts erfüllt, so erfolgt die Verleihung durch
das OKH.

An die Angehörigen der Grenadierregimenter (Füsilierregimenter), der Jägerregimenter (Batle.) und der Gebirgsjägerregimenter wird das Infanterie-Sturmabzeichen
in Silber, an die Angehörigen der Grenadierregimenter (mot.) und Füsilierregimenter (mot.) wird das Infanterie-Sturmabzeichen in Bronze verliehen.

Angehöriger der Flugabwehr-Kompanie konnten ab dem 26. Februar 1941 (gem. Bestimmung des O.K.H.) ebenfalls mit dem Infanterie-Sturmabzeichen beliehen werden,
“wenn sie den Sturmangriff mit vorgetragen und durch den Einsatz ihrer Waffen in vorderster Linie den Einbruch in die feindliche Stellung miterzwungen hatten.”

 

Angehörige der Waffen-SS konnten ebenfalls ab dem 1. Januar 1940 bzw. 1. Juni 1940 mit dem Infanterie Sturmabzeichen in Silber bzw. Bronze beliehen werden.
Angehörige der Ordnungspolizei konnten jedoch erst ab dem 12. November 1942 mit dem Infanterie-Sturmabzeichen beliehen werden.

Der Beliehene erhält ein Besitzzeugnis.

 

 

Trageverordnung :²

Das Infanterie Sturmabzeichen wird auf der linken Brustseite getragen.

 

Verleihungszahlen :³

Laut dem Lexikon der Wehrmacht ca. 941.000. ¹

Bekannte Hersteller :

Eine Liste der bislang bekannten Hersteller findet ihr hier -> Infanterie Sturmabzeichen

 

Quellen :

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