Das Sonderabzeichen für das Niederkämpfen von Panzerkampfwagen usw. durch Einzelkämpfer

Das Sonderabzeichen für das Niederkämpfen von Panzerkampfwagen
usw. durch Einzelkämpfer
(Panzervernichter)

Gestiftet am  09. März 1942 durch Adolf Hitler.

 

Die Verleihungsbestimmung :¹²³

 

  1. Der Führer hat die Einführung eines Sonderabzeichens für das Niederkämpfen von Panzerkampfwagen usw. durch Einzelkämpfer genehmigt.
  2. Das Sonderabzeichen wird an Soldaten verliehen, die ab dem 22. Juni 1941 als Einzelkämpfer mit Nahkampfwaffen oder Nahkampfmitteln (Panzerbüchse, Gewehrgranate, geballte Ladung usw.) einen feindlichen Panzerkampfwagen oder ein sonstiges feindliches gepanzertes Fahrzeug im Nahkampf vernichtet oder außer Gefecht gesetzt haben. Für jeden vernichteten Panzerkampfwagen wird an den oder die entscheidend beteiligten Einzelkämpfer je ein Sonderabzeichen verliehen.
  3. Das Abzeichen besteht aus einem Band aus Aluminiumgespinst von 90 mm Länge und 32 mm Breite mit zwei eingewirkten schwarzen Streifen (3 mm breit), auf dem die aus Blech gestanzte Silhouette eines Panzerkampfwagens in Schwarz angebracht ist.
  4. Der Ärmelstreifen wird am rechten Oberärmel der Feldbluse getragen. Bei erneuter Verleihung wird ein weiterer Ärmelstreifen angelegt.
  5. Das Sonderabzeichen wird durch den Batl.- usw. Kommandeur auf schriftlichen Vorschlag des Einheitsführers durch Batl.- usw. Befehl verliehen.
  6. Tag der Verleihung ist in die Personalpapiere einzutragen. Beglaubigte Abschrift des Batl.- usw. Befehls ist dem Beliehenen auszuhändigen.
  7. Die Abzeichen sind über die Division usw. bei den AOK anzufordern.
  8. Die Bestimmung über die Verleihung von “Sturmabzeichen für die Erledigung feindlicher Kampfwagen” behält daneben ihre Gültigkeit.

Zusätzliche Bekanntmachung  vom 18. Dezember 1943 :

Das Sonderabzeichen auf goldenem Band wird nach dem fünften anrechnungsfähigen Niederkämpfen von Panzerkampfwagen usw. an Stelle eines weiteren silbernen Sonderabzeichens verliehen. Die vorher verliehenen vier silbernen Abzeichen sind dann abzulegen und verbleiben dem betreffenden Soldaten zur Erinnerung.

 

Trageverordnung :²³

Es wird am rechten Oberarm der Feldbluse getragen. Bei erneuter Verleihung wird ein weiterer Ärmelstreifen angelegt.
Mit der Genehmigung des Führers wurde das Sonderabzeichen auf goldenem Band eingeführt. Dieses wird nach dem 5. anrechnungsfähigen Abschuß von Panzerkampfwagen usw. an Stelle eines weiteren silbernen Sonderabzeichens verliehen. Die vorher verliehenen Sonderabzeichen sind dann abzulegen und verbleiben beim Soldaten als Erinnerung.

 

Verleihungszahlen :

Nach Angaben des Generalobersten Heinz Guderian wurden bis Mai 1944 etwa 10.000 Panzervernichtungsabzeichen verliehen. Bis Kriegsende waren es schätzungsweise 14.000. Im Gegensatz zu Klietmann 1981 geht der Militaria-Experte Uwe Lautenschläger 2013 von ca. 13.000 Verleihungen aus.

Das Lexikon der Wehrmacht schreibt ca. 18.541 (Schwarz/Silber) und ca. 421 (Gold), wobei leider jegliche Quellenangabe fehlt.

Bekannte Hersteller :

Es gibt 4 Bekannte Typen :

Typ 1 – Moritz Hausch AG, Pforzheim
Typ 2a – Bisher Unbekannt
Typ 2b – Bisher Unbekannt
Typ3 – Bisher Unbekannt

Interessantes und Wissenswertes :⁵

Die meisten Abzeichen mit 21 bestätigten Abschüssen hatte der Offizier Günther Viezenz.
Friedrich Anding hatte 18 bestätigte Abschüsse und
Willy Frei kam auf insgesamt 12 bestätigte Abschüsse.

Walther Kuhn vernichtete an einem Tag 4 Panzer und bekam somit an einem Tag 4 Abzeichen überreicht.

 

Quellen :

  • Merkblatt 15/5 “Orden und Ehrenzeichen” – Neudruck vom 1. Juli 1943 ¹

  • Dirk Schneider : Das Panzervernichtungsabzeichen sowie das Tieffliegervernichtungsabzeichen (ISBN 978-3-98-165182-9)²

  • Dr. Heinrich Doehle : Die Auszeichnungen des grossdeutschen Reichs. Orden, Ehrenzeichen, Abzeichen , Verlag K.D. Patzwall – Norderstedt 2000, (ISBN 3-931533-43-3) ³

  • Kurt-Gerhard Klietmann : Deutsche Auszeichnungen 2. Band, Verlag “Die Ordens-Sammlung” Berlin 

  • Wikipedia

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